Bieradventskalender 2021

Bier-, Gastro- und Einkaufstipps aus der Region

1. Dezember 2021: Hetzelsdorfer im Gasthaus Engel

Den Beginn unseres neuen Adventskalenders macht das alteingesessene Gasthaus Engel in Nürnberg/Schoppershof. Dazu ein Klassiker, der dort frisch vom Fass ausgeschenkt wird.

2. Dezember 2021 Mahrs Hell im Almosmüller

Heute ein Klassiker aus Bamberg in einer relativ neuen Location in Nürnberg, die jeder Bier-, Whisky-, Gin- oder Rumfreund kennen sollte.

Weingut Schneider, Endingen: Chardonnay Spätlese Floh 2015

Wow! Blind sofort in Richtung Chassagne oder Meursault verortet, brauchte dieser Chardonnay erst mal sieben Jahre. Vor einiger Zeit noch sehr opulent-alkoholisch, jetzt wunderbar frische, kalkig-mineralische Nase (ja, ich weiß, Kaiserstuhl, Vulkan und so…), am Gaumen stoffig mit reifer Frucht, mit genau dieser mineralischen Salzigkeit. Extrem harmonisch und lang. Geht doch, Deutschland!

Schlossbrauerei Grünbach Bayerisches Weißbier

Ein wunderschöner oberbayerischer Klassiker, kernig-getreidig-würzig mit hohem Weizenanteil, runde, bananige Fruchtigkeit mit sehr präziser Aromatik und Stilistik. Lang ist’s her, als wir für den Bierführer Oberbayern dort zum Interview waren. Vor über zehn Jahren noch mit anderen Etiketten, heute immer noch ein Klassiker.

Landgasthof Wagner, Unteremmendorf 5, 85125 Kinding

https://www.landgasthof-wagner.de/

Kleine, handwerkliche Produzenten und Lieferanten, Fleisch z.B. aus Plankstetten, viel Bio, frisch geschnittenes Rehtatar mit eigener Majo, intensiv-tiefe Rindsbrühe, die ich in der Qualität schon lang nicht mehr gegessen habe, extrem frisch-fluffiges Kalbsbries mit cremigen 5-Gewürze-Pastinaken, sehr feine, fangfrische Forelle und für‘s Kind ein knuspriges Referenz-Cordon Bleu mit differenzierten Aromen in der Füllung. Filigranwürziger, selbstgemachter Kartoffelsalat inklusive. Wohlfühlessen mit super freundlichem Service. Hingehen!

Josephus Mayr St. Magdalener ‚Heilmann‘ 2019


Über 25 Jahre alte Reben, hohe Stockdichte, bewusst geringer Ertrag bei traditioneller Pergolaerziehung, schonender Ausbau ohne Spritzmittel…
Dieser Magdalener ist viel zu jung. Dennoch präsentiert er sich wunderbar authentisch, auch das Holz zeigt sich positiv als Verbindung von Vanilleschoten, Kakaobohnen und würziger Bitterschokolade. Es steuert feine Cremigkeit bei und legt sich nicht störend über vernatschmitetwaslagreintypische Aromen von Bittermandel, reifer Schwarzkirsche, Rose. Aber auch ätherische Noten, Latschenkiefer, sorgen für Frische und lassen den Wein durchaus filigran rüberkommen. Super fein geschliffene Tannine, trotz Holzwürze/Süße extrem trocken wirkend. Es bleiben im Abgang lang die frischen, ätherischen Noten. Da leg ich mir ein paar Fläschchen hin um zu sehen, wie sich sowas aromenverschmolzen in 10 Jahren präsentiert.

Keesmann Bräu/Bamberg – Bock

Heute aus speziellem Glas (Zalto Pinot Noir) verkostet. Auch schon vorher für die explizite Abbildung feinster Aromen für gut befunden, tauchen auch hier wieder wunderbare Nuancen auf: In der Nase malzige Würze und feine Süße, die an Blüten (-Honig), Bisquit, Brioche und Hefegebäck erinnert. Auch an Gaumen erscheint sie wieder, die tiefe, vielschichtige Süße. Wunderbar gepuffert mit extrem behutsam eingesetztem Hopfen. Nicht dominant, gerade ausreichend, um eine perfekte Balance zwischen Süße, Bittere und Trinkigkeit zu erreichen. Enormer Trinkfluss! Empfehlung! ⭐️⭐️⭐️⭐️1/2 von 5 Sternen.

Brauerei Hofmann/Pahres – Hell Dorado

Ha Ha, Hell Dorado, kaltgehopft mit El Dorado! Gewohnt präzises Helles, rund und malzig, mit dem gewissen Neue-Welt-Zitrus-Harz-Kick. Ausgesprochen rund. ⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen #sensorikguru